09 Mai 2006

Kann nicht wirtschaften...

Im Mittagsjournal vorigen Samstag sagte der schwarze Bundekanzler, dass von Wahlkampf noch gar keine Rede sein könne und sein "Mann fürs Grobe" Lopatka sprach heute im ORF-"Report" ähnliches. Trotzdem begann die "christdemokratische" ÖVP nun auch in Wien damit, untergriffige anti-Gusenbauer Plakate zu affichieren. Für alle, die sich wundern warum die christliche ÖVP ausgerechnet die Farbe Gelb für die Gusenbauer-Karikatur wählte, ein Zitat aus Sachs, Badstübner, Neumann, Christliche Ikonographie in Stichworten, Leipzig 1988, S. 131:
"Gelb (...) ist die Farbe der aus der Gesellschaft Ausgestoßenen, der Aussätzigen, der Ketzer, der Verräter (Gewand des Judas Ischarioth) usw."
Quasi als Kontrast wirkt dagegen die Rückseite der Plakatwand, auf der für ein Produkt Namens "Phönix" geworben wird. Für Interessierte eine nette Koinzidenz: Denn am 7. Mai brachte das – übrigens immer sehr lesenswerte – "Spectrum" (Beilage der "Presse") die Titelstory "Diskrete Gebarung" von Kurt Bauer, in der über den größten Finanzskandal der Ersten Republik, nämlich die Millionenpleite (nach heutigen Maßstäben wohl eher "Milliardenpleite") der Phönix Versicherung erzählt wird, in die der Großteil der christlichsozialen Machthaber der Ersten Republik verwickelt war. Ja, mit dem "Wirtschaften" ist das so eine Sache. Wer erinnert sich heute noch daran, dass in den 1990ern die ÖVP knapp vor dem finanziellen Ruin stand?


Kommentare:

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