21 März 2009

Schnee zu Frühjahrsbeginn vom Naturhistorischen Museum aus

Geo- und Metereologen sagen uns für Europa aufgrund der Milanković-Schwankungen eine globale Abkühlungsphase voraus (die allerdings durch die seit Beginn der industriellen Revolution hausgemachte globale Erwärmung teilweise gebremst wird). Diese Abkühlungsphase erleben wir gerade in Wien wo es sogar zum metereologischen Frühlingsbeginn stürmt und schneit (Bilder vom Dach des Naturhistorischen Museums – jetzt weiss ich endlich von wo aus diese Wien-Postkartenaufnahmen gemacht werden...):

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15 Jänner 2009

Endlich Schnee in Wien! Das muss dokumentiert werden!

In Wien gab es in den letzten Jahren kaum Schnee. Doch heuer – nach 4 Wochen Frost und einem nach wie vor andauernden russischen Erdgas-Embargo – ist er wieder da, der Schnee. Hier einige Impressionen:

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Wienfluss von der Pilgrambrücke aus betrachtet (stadteinwärts)

Wienfluss von der Pilgrambrücke aus betrachtet (stadtauswärts)

Am Naschmarkt

Am Naschmarkt

Am Naschmarkt (MA 48 streut Salz)

Das Heldentor

Eingepackte Rosen im Volksgarten

Denkmal Erzherzog Karls vor dem Büro von Bundespräsident Heinz Fischer

Am Ring

Das Kunsthistorische Museum

25 Oktober 2008

Wiener Fotomarathon 2008 am 25. Oktober

Saukalt wars samt schlechtem das Licht. Keine Ahnung was der Wirtschaftskammer Wien eingefallen ist, diesen netten Bewerb im tiefsten Oktober statt im September anzusetzen (der Fotomarathon 2007 fand Anfang September statt). Aber was solls: Die Ausgabe der Startutensilien war das reinste Chaos, eine einstündige Wartezeit normal. Das Gros der Marathonfotografen konnte deshalb erst gegen 10 Uhr losziehen... Dagegen war der Zieleinlauf heuer komplett unproblematisch (2007 gabs ziemliche Staus...). Hoffen wir, dass die Wirtschaftskammer Wien als Organisatorin ein wenig dazulernt.

Die Themen waren - erraten! - wieder einmal völlig sponsorenlastig, unzusammenhängend, und recht fantasielos. Das wusste ich aber schon, da es 2007 nicht anders gewesen war, beschloss daher schon im Vorfeld auf diesen Kommerz zu verzichten und die Themen mit meinen Kids samt FreundInnen anders zu interpretieren (gut: bei der Gastronomie und den "Einkaufsstraßen" gings nicht so recht, allerdings musste ich mich für diese Bilder auch nur wenige Meter von meiner Wohnung wegbewegen). Und bei Bild 19 habe ich – mea maxima culpa – den Fokus nicht nachkontrolliert... Werma mal schaun was die Jury so sagt...
;-)

P.S.: Für die Deppen-Apostrophen in Thema 23 kann ich nichts: Das ist ein Exzerpt aus der Original-Themenliste...

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Die Startnummer...

Thema 1: "MODELLBAUMESSE: alles was fliegt"

Thema 2: "MODELLBAUMESSE: alles was schwimmt und rollt"

Thema 3: "MESSEWIEN: Faszination aus Glas und Stahl"

Thema 4: "RED BULL verleiht..."

Thema 5: "Der Wiener Prater"

Thema 6: "Umweltfreundlicher Verkehr"

Thema 7: "Leben am Wasser"

Thema 8: "Brücken verbinden"

Thema 9: "Herbstimpression im Park"

Thema 10: "Hoch hinaus"

Thema 11: "Der Steffl – Wahrzeichen Wiens"

Thema 12: "Manner... mag man eben!"

Thema 13: "Lebenskünstler"

Thema 14: "Farbenspiele"

Thema 15: "Alles Leben ist Lernen"

Thema 16: "Radio Arabella – 100% Wien"

Thema 17: "Wiener Gastlichkeit"

Thema 18: "Auf und davon"

Thema 19: "Zwei wie Hund und Katz"

Thema 20: "Hallo Taxi"

Thema 21: "Ein Foto sagt mehr als 1000 Worte"

Thema 22: "Citylife in den Wiener Einkaufsstraßen"

Thema 23: "Ist's Natur? Ist's Kunst?"

Thema 24: "Alles dreht sich"

14 September 2008

Im Schweizerhaus wird es auch bald ruhiger

Der Herbst nähert sich mit raschen Schritten und der Garten des Schweizerhauses im Prater wird wohl bald die Pforten schließen. Deshalb gibts zur Erinnerung an die verflossenen heissen Sommertage noch ein paar durstige Eindrücke vom beliebtesten Biergarten in Wien. Das Standard Menü in der preiswerten Variante besteht dort aus Budweiser Bier vom Fass mit Rohscheiben (letztere sind frisch zubereitete Kartoffel Chips) oder in der etwas exklusiveren Variante aus Budweiser Bier vom Fass mit Stelze (für unsere deutschen Freunde: Schweinshaxe bzw. Eisbein):

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07 September 2008

Botanische Mikrowelten

Faszinierend fand ich unlängst bei einem Besuch im Alpengarten des Botanischen Gartens der Universität Wien (beim Schloss Belvedere) ein Hochbeet mit allerlei sehr kleinen alpinen Pflanzen. Betrachtet man diese durch ein Makroobjektiv entstehen kleine Fantasiewelten. Hier eine Kostprobe:

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24 Juni 2008

UEFA-Fussball-Europameisterschaft: "Und willst du nicht mein Bruder sein..."

Heute habe ich mir das Buch des Historikers Timothy Garton Ash "Und willst du nicht mein Bruder sein - Die DDR heute" (Hamburg 1983) wieder einmal zur Hand genommen und fühlte mich bei der Lektüre unweigerlich an das von der UEFA teilbesetzte Wien erinnert. Denn mitten durch Wien verläuft eine Mauer, die von strengen Volkspolizisten (VoPos) kontrolliert wird. Hinüber in die "Zone" ("Fanzone" nennt sie die Besatzungsmacht UEFA) darf man nur mit Erlaubnis dieser VoPos, wird von ihnen vor der Einreise abgetastet, darf eine lange Liste verschiedenster Dinge nicht mitnehmen und ist der Volkspolizei am Grenzübergang völlig ausgeliefert. Ich habe mir deshalb die Reise "nach drüben" erst einmal angetan... Aber - wie man munkelt - soll die Mauer ja sehr bald fallen.

Die Wiener UEFA-Mauer wankt... Hier die (hoffentlich) letzen Bilder aus einer geteilten Stadt:
Wien - Geteilte Stadt - die Wiener Mauer
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Grenzkontrolle am Checkpoint Karli. Hier geht es immer herb zu, da der Übergang ein innerwienerischer ist. Drohend und sächselnd nähert sich der Volkspolizist aus der Ostzone, doch ich bin im sicheren Westen. Er kann mir nichts anhaben.
Einreisewillige, die ihre Verwandten besuchen wollen, werden penibel nach konterrevolutionärem Material durchsucht. Tragisch ist, dass den Zonen-Touris alles mögliche abgenommen wird (Feindpropaganda von Unternehmen, die der UEFA nicht passen, kleine Regenschirme, Lebensmittel, die es "drüben" nicht gibt bzw. geben darf, Wasserflaschen, die vor der Einreise entweder ausgetrunken oder abgegeben werden müssen usw. usf.) und trotzdem ihre Angehörigen bloß auf Video-Bildschirmen zu sehen bekommen, denen sie deshalb nur virtuell zuwinken und Aufmunterungen entgegenrufen dürfen.
Besonders hinterlistig ist das "Depot"-System der Ostzone. Die UEFA-Besatzungsmacht nimmt nur "Wertsachen" an, am liebsten Devisen wie der englische Schriftzug insinuiert. Da die wenigen Ausreisepunkte gut versteckt liegen und lange Wege zu den jeweiligen Depots bedingen, bleibt manches liegen (so dürfte dieses System dem alten "Zwangsumtauschsystem" der DDR überlegen sein).
Einmal drüben in der Zone ist der reale Sozialismus aber verwirklicht: alles schmeckt gleich "gut", kostet dasselbe und heisst sogar gleich - allerdings in Ost-Euro; das heisst, dass ein Zonen-Bier inkl. Einsatz in Ost-Euro 5,- kostet, aber nur 0,70 West-Euro wert ist, misst man den Preis an den ganz wenige in West-Wien verfügbaren Verkaufsstellen für Zonen-Carlsberg-Bier)."Goon Towers" - So nannten die amerikanischen Kriegsgefangenen die Wachtürme der Deutschen im Zweiten Weltkrieg. So nannten sie auch die Türme, die die Ostdeutschen nach 1961 entlang der innerdeutschen Grenze aufbauten; und so schauen sie heute auch in Wien aus. Im Bild oben ist der Kommando-Turm im Volksgarten zu sehen. Bezeichnenderweise wurde der Volksgarten von der Volkspolizei unter Beschlag genommen und ist den ostwiener-"Zonis" natürlich nicht zugänglich. Heute erfreuen sich dort Volkspolizisten und höhere UEFA-Genossen mit ihren Freunden.Ein weiterer "Goon Tower" mit privilegierten Gästen auf der Ausichtsplattform, die über den antifaschistischen UEFA-Schutzwall hinaus nach Westen blicken.Ein Mauerspechtler, der sich ohne Leibesvisitation einen Eindruck vom real existierenden UEFA-ismus vermitteln will. Weiter unten sehen sie die zahlreichen Einreiserestriktionen der UEFA-isten:Die Volkspolizei im Volksgarten hat natürlich spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Neben der Aussenmauer, gibt es sogar eine innere Mauer, wie das untere Foto belegt. Auf besonders sichere Schlösser wird großer Wert gelegt.Auch der Funkverkehr wird besonders berücksichtigt. Die UEFA-Propagandamaschine arbeitet auf Hochtouren wie weiland Radio Moskau oder die "Stimme der DDR". NormalbürgerInnen von Ostwien dürfen jedenfalls nicht in dieses Gebiet; während wir Westwiener zumindestens einen Blick drauf werfen dürfen... Ein Zoni blickt aus Ostwien auf einen österreichischen Polizisten, der in der Reichsratsstraße patrouilliert. Unten sehen sie Straßensperren, die die Hofburg von den Museen trennen, die Sraßenbahngleise verrosten lassen... und die dafür verantwortlichen Volkspolizisten.Österreichische Polizei (darunter auch eine Kofferraumladung in einem Bus) muss natürlich auch nach dem Rechten sehen; denn die Volkspolizei ist unberechenbar.Die Wiener Mauer am Ring (Universität, Burgtheater), beim Burgtheater und der Universität (Grillparzerstraße):Die Panzersperren am Ring. Es könnte ja sein, dass jemand unerlaubterweise ein Bild innerhalb Ostwiens macht, dieses Bild entführt und anschließend publiziert... So etwas müsste aufgrund des Urheberrechte-Viermächteabkommens verfolgt werden, daher die martialischen Panzersperren auf der ehemaligen Ringstraße, um unbotmäßige JournalistInnen zu verfolgen."Österreich muss wiedervereinigt werden!" Einer der vielen unbotmäßigen Journalisten, die vor der Mauer berichten, setzt sich für die Freiheit von der UEFA-Besetzung ein.Zum Abschluss: Ein Blick von aussen in die UEFA-Fanzone hinein: niemand da. Alle verstecken sich, keiner traut sich an die Öffentlichkeit...Ja, auch ich war einmal "DRÜBEN". Ich habe alles zu Hause gelassen, wass die Volkspolizisten gestört haben könnte und bin rüber gegangen... Der Bericht dazu demnächst (ev. zum Finale, wenn die Mauer fällt).

09 Mai 2008

Der letzte Tag des 21er

Wegen der Eröffnung der U-Bahn-Linie U2 wurde am 9. Mai 2008 die Straßenbahnlinie 21 eingestellt, da sie sich mit der neuen U-Bahn teilweise überschneidet. Ich halte die Einstellung für falsch und bin damit nicht alleine... aber was solls.
Wir Wiener brauchen halt einige Jahre länger bis wir ökologisch sinnvolle Maßnahmen erstens verstehen und zweitens durchziehen.
So wurde etwa das erste U-Bahn-Konzept in Wien in den 1850ern vorgelegt (im "Stadtgraben" vor den Stadtmauern), verwirklicht wurde es wesentlich aufwändiger und um mehr als 100 Jahre später als "U2"; wenn jetzt Städte wie Strasbourg grandiose Straßenbahnkonzepte vorlegen... was kratzt das Wien? In 100 Jahren gehts ja auch noch...
Memento mori - die letzten Stunden des 21er am neunten Mai 2008:

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...adieu 21er!